Prüfungen spielen auch in den berufsbegleitenden Studiengängen eine wichtige Rolle. Unsere Kollegin Tanja Kehrer ist im Weiterbildungszentrum dafür zuständig und hat uns ein paar interessante Fragen zum Ablauf der Prüfungen beantwortet:

Tanja, du bist bei uns für die Prüfungsverwaltung zuständig. Wie sind die Prüfungen in den berufsbegleitenden Studiengängen und bei den einzelnen Weiterbildungen aufgebaut?

Die Prüfungen finden sowohl in den Masterstudiengängen als auch im Kontaktstudium am Ende der Online-Phase eines Moduls bzw. an den letzten Präsenztagen statt. Dabei gibt es verschiedene Prüfungsformen, bspw. Studienarbeiten, Erarbeitung von Fallbeispielen – hier teilweise aus dem Berufsalltag der Teilnehmenden - oder Präsentationen. Diese werden entweder online abgegeben und/oder vor Ort präsentiert.

Ist eine Prüfung für den Abschluss eines Moduls zwingend notwendig?

Die Teilnehmenden können sich nach den ersten Präsenztagen des Moduls bis ca. 4 Wochen vor dem geplanten Prüfungstermin entscheiden, ob sie eine Prüfung ablegen wollen. Diese Option nehmen hauptsächlich Kontaktstudienteilnehmer*innen wahr. Nehmen sie nicht an der Prüfung teil, erhalten sie eine Teilnahmebescheinigung von uns. Legt man die Prüfung ab, wird diese benotet und man erhält als Teilnehmer*in ECTS dafür.

Unsere Master-Studierenden nehmen in der Regal immer an den Prüfungen teil, um schlussendlich ihren Masterabschluss zu erreichen.

Ist man automatisch zur Prüfung angemeldet?

Zur Prüfung meldet man sich bei fast allen angebotenen Studiengängen und Kontaktstudienmodulen derzeit separat über unsere Online-Lernplattform Moodle an. Wie bereits erwähnt, steht den Teilnehmenden frei, ob sie eine Prüfung ablegen möchten oder nicht.  

Eine Ausnahme gibt es derzeit im Masterstudiengang International Business (MBA): Hier ist jeder Studierende automatisch zur Prüfung angemeldet, sobald man am Modul teilnimmt.

Kann man von der Prüfungsanmeldung wieder zurücktreten?

Ein Rücktritt von der Prüfung ist prinzipiell möglich. Der Zeitpunkt des Rücktritts entscheidet im Kontaktstudium aber, ob und in welcher Höhe man die separate Prüfungsgebühr zurückerstattet bekommt.

Im Krankheitsfall muss kein offizieller Rücktritt erfolgen. Mit Vorlag eines Attests kann der Studierende die Prüfung ein weiteres Mal wiederholen.

Wann und wie erhalten die Teilnehmenden die Noten?

Nach der Prüfungsabgabe haben unsere Dozenten ca. 4 Wochen Korrekturzeit. Viele sind aber schneller, was sowohl uns als auch die Teilnehmenden freut.

Die Kontaktstudierenden erhalten ihre Noten zunächst vom Dozenten und kurz darauf ein Zertifikat und eine Leistungsübersicht des belegten Moduls. Mit dem Zertifikat können sich die Studierenden die erbrachte Leistung zu einem späteren Zeitpunkt dann bspw. für einen Masterabschluss anrechnen lassen. Bei uns ist das bspw. in den Masterstudiengängen Data Science und Business Analytics, Digital Innovation und Bibliotheks- und Informationsmanagement möglich.  

Alle Teilnehmende des Kontaktstudiums, die sich gegen die Prüfung entscheiden, erhalten von uns eine Teilnahmebescheinigung mit den Inhalten des jeweiligen Moduls.

Unsere Master-Studierenden können ihre Noten im Intranet der HdM online einsehen. Ein separates Zertifikat erhalten sie nicht, da alle Noten beim Abschluss ihres Studiums aufgeführt werden.

Mit dem exponentiellen Wachstum von Big Data in den vergangenen Jahren wird der Bedarf nach gut ausgebildeten IT Spezialisten aus den Fachgebieten Data Science und Business Analytics immer größer. Wir bieten Ihnen daher verschiedene flexible Weiterbildungspakete an, um die Nachfrage nach Spezialisten für die Datenexploration und – analyse mittelfristig abzudecken.

Die Inhalte des Modulpakets für Einsteiger wurden in enger Zusammenarbeit mit global tätigen Unternehmen entwickelt und so werden Ihnen die Grundlagen von Business Analytics und Data Science gelehrt und mittels Fallstudien praxisnah angewendet. Zusätzlich vermittelt das Modul Angewandte Statistik die Methoden und Verfahren, die von Data Scientisten später für die Analyse von Daten benötigt werden.

Das gesamte Paket (bestehend aus den drei Modulen) entspricht dem ersten Semester des berufsbegleitenden Masterstudiengangs. So können Sie auch über die Modulpakete flexibel zum Masterabschluss gelangen.

Eine Bewerbung ist noch bis einschließlich 28. Februar 2019 möglich – die Zulassung erfolgt allerdings nach Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen. Weitere Informationen zu den Paketen finden Sie hier.

Gottfried Zimmermann ist Professor im Studiengang mobile Medien und wird ab März erstmalig als Dozent im Weiterbildungszentrum tätig sein, denn dann beginnt das neue Modul „Grundlagen der digitalen Barrierefreiheit“.

Herr Zimmermann, warum haben Sie sich dafür entschieden, auch im Weiterbildungsbereich tätig zu werden?

Ich bin schon seit drei Jahrzehnten im Bereich der digitalen Barrierefreiheit tätig, zumeist als Forscher. Mir ist es aber wichtig, dass wir digitale Barrierefreiheit nicht nur erforschen, sondern auch in die Praxis umsetzen. Mit meinen Studenten mache ich das seit Jahren, aber es gibt viele Berufstätige, die dieses Wissen in ihrer Ausbildung nicht vermittelt bekamen.  Deshalb biete ich jetzt diesen Weiterbildungskurs an. Das ist aber nur der Anfang – weitere Module in Spezialbereichen der digitalen Barrierefreiheit sollen folgen.

Warum ist dieses Modul besonders für Berufstätige und im Hinblick auf die Digitalisierung nützlich?

Zurzeit werden im Zuge der Digitalisierung neue Prozesse und Technologien in Firmen, Behörden, Hochschulen und anderen Organisationen entwickelt und eingeführt. Das ist der richtige Zeitpunkt, um sich auch über die Barrierefreiheit Gedanken zu machen.  Denn über kurz oder lang werden wir uns alle damit beschäftigen müssen.

Wer ist, laut Ihnen, die Zielgruppe für diese Weiterbildung?

Die Zielgruppe sind alle, die sich in irgendeiner Weise mit der Entwicklung digitaler Medien beschäftigen. Zunächst sind das Designer und Entwickler für digitale Systeme und Medien (Software, Apps, Web, Dokumente, Selbstbedienungsterminals, Kommunikationssysteme), aber auch Projektmanager, und Experten für Usability und Barrierefreiheit, und Behindertenbeauftragte. Und alle, die sich mit Qualitätssicherung und Compliance beschäftigen.

Noch ein Wort zu den Voraussetzungen: Dieses Modul vermittelt die Grundlagen der digitalen Barrierefreiheit, sozusagen als Einstieg in dieses Gebiet. Viele Inhalte des Moduls sind nicht direkt technischer Natur und sollen z.B. Verständnis für die Barrieren fördern, mit denen Benutzer mit Behinderungen konfrontiert sind.  Es ist natürlich von Vorteil, wenn man als Teilnehmer ein grundlegendes technisches Verständnis vom Web und Software im Allgemeinen hat, aber Programmierkenntnisse sind nicht Voraussetzung. Bei den technischen Inhalten werden wir darauf achten, dass auch Nicht-Programmierer etwas davon haben, z.B. indem sie automatische Prüfwerkzeuge verwenden.

Und zum Schluss, was sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten Gründe, warum Interessenten das Modul belegen sollten?

1. Unsere Gesellschaft ist durchdrungen von digitalen Medien, und es ist unsere Pflicht, diese für alle nutzbar zu machen, damit alle an unserer Gesellschaft teilhaben können.

2. Weil es zunehmend vom Gesetz gefordert wird, digitale Medien barrierefrei zu gestalten.

3. Weil wir aus der digitalen Barrierefreiheit viel lernen können, auch wenn wir die Hilfstechnologien im Moment vielleicht noch nicht persönlich brauchen. Früher oder später können wir alle in die Situation kommen, wo wir das brauchen werden. 

Welche Trends und Technologien treiben die Digitalisierung voran? Wie wirken sich diese auf Geschäftsmodelle aus und wo könnten Sie mit Ihrem Unternehmen heutzutage stehen?

Bei unserem nächsten Afterwork Event geben Ihnen unsere Experten in zwei spannenden Vorträgen Einblicke in die neuesten digitalen Technologien: von Blockchain über IOT bis hin zu Virtual Reality.

Nach dem fachlichen Input können Sie sich beim anschließenden Get Together mit unseren Experten austauschen und die Weiterbildungsangebote der Hochschule der Medien aus diesem Bereich kennen lernen. Für Ihr leibliches Wohl ist währenddessen natürlich gesorgt.

Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, können Sie sich hier anmelden.

Cloud Computing, Blockchain und Big Data sind nur einige der Begriffe, die sich hinter aktuellen technologischen Trends verbergen. Möchten auch Sie verstehen, welche Technologien und Trends die Digitalisierung genau vorantreiben und wo Sie hier mit Ihrem Unternehmen stehen können?

In dieser neuen Weiterbildung geben Ihnen unsere Experten verschiedene Beispiele an die Hand und zeigen Ihnen welche Chancen, Herausforderungen und Risiken mit dem Einsatz der Technologien verbunden sind. Gemeinsam diskutieren Sie, welche neuen technologiegetriebenen Geschäftspotenziale erschlossen werden könnten und beleuchten dabei auch Ihre eigenen Anwendungsfelder.

Die Weiterbildung beinhaltet insgesamt vier Präsenztage und eine mehrmonatige Online-Phase als Selbststudium. Eine Bewerbung ist bis einschließlich 22. Februar möglich und weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Kontakt

Hochschule der Medien
Weiterbildungszentrum
Nobelstraße 10a
70569 Stuttgart

Telefon: 0711 8923 2093
Telefax: 0711 8923 11
E-Mail: weiterbildung@hdm-stuttgart.de

Wer wir sind

Die Hochschule der Medien (HdM) ist eine staatliche Hochschule, die alle Medienbereiche abdeckt. Als eine der führenden Ausbildungsstätten für Medienspezialisten bietet die HdM mit dem Weiterbildungszentrum auch praxisnahe und berufsbegleitende Fortbildungen, Kontaktstudienmodule und Masterstudiengänge an.

Gefördert von:

HdM Weiterbildungszentrum wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF)

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