Fragen an Cornelia Vonhof

Prof. Cornelia Vonhof stellt das Kontaktstudium „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ für Interessierte vor und beantwortet dem Weiterbildungszentrum der HdM die „Acht Fragen an ...“, mit denen die Weiterbildungsangebote der HdM nach und nach vorgestellt werden sollen.

 

1. Was beinhaltet das Kontaktstudium im Fall von Bibliotheks- und Informationsmanagement? Welche Kompetenzen erwerben die Teilnehmer?
Die Weiterbildungsmodule des Kontaktstudiums richten sich in erster Linie an Menschen, die eine Führungsfunktion in einer Bibliothek oder anderen Informationseinrichtungen anstreben. Dabei möchten wir insbesondere die strategischen, analytischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen unserer Teilnehmenden weiterentwickeln. Durch die Auswahl der Themen bietet das Kontaktstudium die Möglichkeit, sich fachlich „upzudaten“ und einen intensiven Über- und Einblick in aktuelle fachliche Entwicklungen zu Themen wie Digitale Bibliotheken, Public Management, Lernwelten oder Musikinformationsmanagement zu gewinnen.

2. Welche Zielgruppe haben Sie für Ihr Angebot? Ist das Kontaktstudium eher etwas für Menschen, die schon mitten im Berufsleben stehen oder auch für jüngere?
Das Konzept ist ganz altersunabhängig auf Menschen mit Berufserfahrung ausgerichtet. Wir wollen das Schlagwort „Lebenslanges Lernen“ damit mit Leben füllen und das ist völlig unabhängig vom Alter! Da die Seminargruppen selbst erfahrungsgemäß ein ganz wichtiger Lernfaktor sind, freuen wir uns auf möglichst bunt gemischte Gruppen, denn in diesen können die Teilnehmenden viel voneinander lernen. Damit sich unsere Angebote mit dem Beruf - und auch dem „sonstigen“ Leben - verbinden lassen, haben wir einen Mix von Präsenzseminaren, E-Learning und Transferaktivitäten gewählt. Wir sind überzeugt, dass sich so die Integration einer anspruchsvollen Weiterbildung in den Berufs- und Familienalltag am besten gelingt.

3. Gibt es spezielle Zulassungsvoraussetzungen für das Kontaktstudium?
Das ist eigentlich ganz einfach: Die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Kontaktstudienmodul ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Es ist formal grundsätzlich unerheblich, in welchem Fach. Da wir aber eine wissenschaftliche Weiterbildung auf Masterniveau im Bereich Bibliotheks- und Informationsmanagement anbieten, ist es sinnvoll und sehr empfehlenswert, einen entsprechenden bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Background mitzubringen, denn den setzen wir in unseren Modulen voraus. Wir empfehlen zudem eine mindestens einjährige Berufserfahrung.

4. Was ist der zeitliche Rahmen der Module und welche Lernmethoden erwarten die Teilnehmer?
Das Kontaktstudium ist konzipiert nach dem Konzept des „Blended Learnings". Das heißt, die Module finden alle blockweise statt. In der Regel umfasst ein Modul zwei bis vier Präsenztermine (vorzugsweise am Wochenende, Freitag/Samstag). Die Präsenzphasen werden ergänzt durch online-gestützte Selbstlernphasen. Bei denen kalkulieren wir ca. acht Stunden pro Woche über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten je Modul (gesamt ca. 150 Stunden für ein Modul).

5. Wie können die Inhalte in den Beruf integriert werden?
Unser Ziel ist es, die Module so zu gestalten, dass sie einen ausgewogenen Theorie-Praxis-Mix bieten. Das heißt, dass sich die Inhalte unmittelbar in den beruflichen Alltag integrieren lassen und dass das Kontaktstudium Impulse gibt, um einen neuen Blick auf die eigene Arbeit zu richten. Dazu wird während der Präsenz- und Selbstlernphasen intensiv mit Beispielen und Fallstudien aus der Praxis gearbeitet. Gleichwohl geht es uns aber um mehr als nur praktische „Man-nehme-Seminare". Die Auseinandersetzung mit Konzepten, Theorien und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die Reflexion der Teilnehmenden unterstützen und sie in ihrer praktischen Arbeit weiterbringen. Die Prüfungsleistungen, die optional angeboten werden, sind so gestaltet, dass sowohl eine Bearbeitung mit Blick auf die eigene berufliche Situation als auch ein eher forschungsorientierter Ansatz möglich ist. Hinzu kommt der kollegiale Austausch und das „Peer-Learning“, das einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert eines solchen Programms darstellt.

6. Welchen Abschluss erwerben die Teilnehmer in einem Modul des Kontaktstudiums?
Wir bieten den Teilnehmenden zwei Möglichkeiten, aus denen sie frei wählen können: Die erste ist eine Teilnahmebescheinigung der HdM, die die erworbenen Kompetenzen für jedes Modul dokumentiert. Voraussetzung dafür ist eine aktive Teilnahme am jeweiligen Weiterbildungsmodul.
Den Teilnehmern steht jedoch darüber hinaus auch die Option offen, jedes Weiterbildungsmodul mit einer Prüfung abzuschließen und damit Credit Points (ECTS) zu erwerben. Diese könnten dann für unseren berufsbegleitenden Master angerechnet werden. Bei diesem erwirbt man den Abschluss „Master of Arts“. Alle von uns angebotenen Module im Bereich Bibliotheks- und Informationsmanagement werden für den Master anrechenbar sein. Die Anrechnung erfolgt, nachdem das (gesonderte) Zulassungsverfahren für den Masterstudiengang erfolgreich durchlaufen wurde.

7. Wie hoch ist der finanzielle Aufwand für ein Modul?
Die Kosten hängen ab vom Umfang des belegten Moduls. Sie betragen 100 Euro je ECTS. Das heißt, für ein Modul mit fünf ECTS entstehen Kosten von 500 Euro. In diesem Preis enthalten sind Lehrmaterialien, die Betreuung durch die Dozierenden in der Selbststudienphase, die Nutzung der Online-Plattform und der HdM-Bibliothek, das Hochschulzertifikat bzw. die Teilnahmebestätigung sowie Pausengetränke an den Präsenztagen. Will jemand zudem die Prüfung ablegen, um ECTS zu erwerben, wird eine Prüfungsgebühr von 100 Euro fällig.

8. Und zum Schluss: Warum sollten Teilnehmer genau Ihr Angebot belegen?
Die hochgradig flexible Programmarchitektur, die wir anbieten, ist im deutschsprachigen Bibliotheks- und Informationssektor einmalig. Wir ermöglichen Berufstätigen auf Masterniveau einzelne, in sich abgeschlossene für sie in der jeweiligen beruflichen Situation passende Weiterbildungsmodule zu belegen. Dass diese nicht nur für sich stehen, sondern in einen berufsbegleitenden Master eingebracht werden können, macht sie besonders wertvoll. Denn damit wird es möglich, einen Master-Abschluss im eigenen Tempo zu erwerben. Das bietet - im Gegensatz zum klassischen Model des berufsbegleitenden Masters - maximale Flexibilität.
Ein zweiter Vorteil des HdM-Kontaktstudiums kommt hinzu: Als Medienhochschule bietet die HdM weitere hochspannende, medienaffine Weiterbildungsmodule an, die für Fach- und Führungskräfte aus dem Bibliotheks- und Informationssektor natürlich von großer Relevanz sind. Der Blick über den Tellerrand ist in unserem Studienmodell also gleich eingebaut!

Kontakt:
Prof. Cornelia Vonhof
Telefon: 0711 8923 3165
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Wer wir sind

Die Hochschule der Medien (HdM) ist eine staatliche Hochschule, die alle Medienbereiche abdeckt. Als eine der führenden Ausbildungsstätten für Medienspezialisten bietet die HdM mit dem Weiterbildungszentrum auch praxisnahe und berufsbegleitende Fortbildungen, Kontaktstudienmodule und Masterstudiengänge an.

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